Armed & Dangerous Spiel Review (XBox)

Armed-and-Dangerous

Eigentlich sind die vier Helden nicht gerade die aktivsten, wenn es darum geht die Welt zu retten. Doch als sie erfahren haben, dass der böse König Forge das “Buch der Herrschaft” in seinen Besitz gebracht hat, sollte es ihm gelingen diese zu entschlüsseln, würde er übermenschliche Kräfte erreichen und somit die Weltherrschaft an sich reißen, raffen sich die vier auf. Schließlich können das die Löwenherzen, so der Name der vierköpfigen Chaotentruppe, nicht zulassen. Sie machen sich also auf den Weg zum Schloss des Königs, um im das Buch zu entreißen und somit die Welt zu retten.

Armed & Dangerous ist ein gradliniges Actionspiel. Man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass man mit einem Trupp von vier Leuten durch die Missionen streift, denn ein Taktik-Shooter ist Armed & Dangerous deshalb ganz sicher nicht. Man kann zum einen nur den Soldaten “Rom” steuern und zum anderen ist man im ganzen Spiel nur damit beschäftigt, alles umzuballern was einem vors Visier kommt. Die anderen drei Mitstreiter geben einem dabei höchsten mal Feuerschutz. Man kann also nicht wie zum Beispiel in Brute Force, durch die Teammitglieder durchschalten.

Wie schon erwähnt, ist Armed & Dangerous ein reiner Shooter. Es gibt keine Rätsel und auch keine Hüpfeinlagen. Man schießt sich konsequent mit 10 verschiedenen Waffen durch insgesamt 22 Level. Dabei gestalten sich die Missionen leider immer sehr identisch. Man muss entweder von A nach B gelangen und dabei umnieten was einem in die Quere kommt oder man muss gefangen genommene Bauern befreien und diese dann wieder zurück nach Hause bringen. Eine weitere Aufgabe, die es immer wieder zu bewältigen gibt, ist das Zerstören von markierten Gebäuden. So spaßig das einfache und simple Spielprinzip am Anfang auch sein mag, mit der Zeit werden die Missionen doch sehr langweilig, weil man immer dasselbe machen muss.

Eine nette Abwechslung gibt es immer am Ende einer abgeschlossenen Kampagne. Da hat man die Aufgabe aus einem Geschützturm heraus,die herranstürmende feindliche Arme aufzuhalten. Sollten mehr als 50 Soldaten die Mauer überqueren, die man verteidigen muss, so ist die Mission gescheitert.

Einer der Gründe, warum man aber dennoch immer weiter spielt, sind die Zwischensequenzen. Diese strotzen nur so vor Humor. Es gibt viele Szenen in denen bekannte Filme zitiert werden, oder wo sogar bekannte Szenen auf eine etwas andere Art dargestellt werden. Jedem Star Wars Fan wird eine Szene sofort auffallen. Dank Star Wars hat man gelernt, dass es in Innereien toter Tiere sehr warm ist, und man dort sehr gut unterkühlte Menschen aufwärmen kann. Man sollte sich aber vorher vergewissern, dass das Tier auch wirklich tot ist …

Von diesen Zwischensequenzen gibt es im Spiel reichlich, und dank der sehr hochwertigen deutschen Synchronisation, sind diese oft der einzige Grund warum man das Spiel weiterspielt.

Armed & Dangerous lebt ganz eindeutig von seinem Humor. Das fängt bei den Zwischensequenzen an und hört bei den super abgefahrenen Waffen auf. Da wäre zum Beispiel die Landhai Kanone. Die Waffe schießt einen weißen Hai ab, der sich dann die Gegner einzeln vornimmt, oder das tragbare schwarze Loch. Wenn man dieses öffnet werden alle Gegner in eine kleine Box gezogen.

Diese abgefahrenen Waffen sind aber auch nötig, da der Schwierigkeitsgrad nicht ohne ist. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind die Gegner recht intelligent. Sie suchen hinter Kisten und Häusern Denkung und bemannen auch freistehende Geschütze. Zum anderen ist es das Speichersystem. Man kann leider nur nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Mission abspeichern. Da kommt es öfter mal vor, dass man ein Level komplett von Vorne anfangen muss. Ein Grund warum die Entwickler dieses Speichersystem integriert haben, ist sicher um die Spieldauer in die Länge zu ziehen. Denn Armed & Dangerous ist eich recht kurzes Vergnügen. Ein erfahrener Spieler sieht in knapp 8 Stunden den Abspann.

Gameplay: